______Waiting for tomorrow...

Liebe? Ich glaubte früher an sie. Aber heute? Nicht mehr. Dazu sind viel zu viele Sachen passiert, dass ich das Vertrauen in die wahre Liebe verlor. Lieber gehe ich Sicherheiten ein und lasse keine Gefühle ins Spiel, denn diese können nur verletzt werden. Darauf habe ich keine Lust mehr und würde es auch nicht mehr schaffen, dazu bin ich zu labil. Ein ganzes Jahr lang raste ich auf eine Magersucht zu, die ich kaum in Griff bekommen hätte. Aber ich habe es trotzdem überstanden und kann nun mittlerweile wieder die Menge essen, die ich brauche.

Jedoch braucht dies seine Zeit und es fällt mir schwer. Aber besser als andauernd die Gedanken an die Liebe zuzulassen. Vor einigen Jahren fing das alles an.

Meine Welt, die einfach perfekt war, begann zu bröseln an und im gleichem Jahr zerbrach sie vollkommen und lag in Scherben vor mir, wie mein Herz. Ich verlor innerhalb eines halben Jahres drei mir so wichtige Bezugspersonen, die ich von Herzen liebte. Bis heute habe ich ihren Tod noch nicht verkraftet, würde nicht darüber reden oder schreiben, würde ich wie meine geliebte Bettina daran sterben. Sie fraß alles in sich hinein und machte immer gute Miene zum bösen Spiel. Daran starb sie dann nach einem jahrelangem Kampf. Am Ende war sie nur noch ein wandelndes Skellett und sie tat mir so leid, da sie unmengen an Schmerzen ertragen musste. Ich vermisse sie heute noch und kann es selbst nach über sechs Jahren immer noch nicht begreifen, dass sie nicht mehr da ist. In diesem Moment fließen mir wieder Tränen über mein Gesicht.

Ein Jahr darauf verlor ich mit die wichtigste Person in meinem Leben. Meinen Vater. Er verlies mich und meine Familie und wollte mit der Mutter meiner besten Freundin zusammenziehen. Ich konnte es nicht fassen. Heute immer noch nicht, denn ich sehe ihn so oft. Aber dabei ist er mir so fern wie noch nie. Schon von Anfang an war ich nicht so interessant für ihn wie mein kleiner Bruder. Wenn ich Auftritte hatte, kam mein Vater nicht, aber bei den Auftritten meines Bruders kommt heute immer noch. Er unternimmt alles mögliche mit meinem Bruder und wenn ich mal wieder um seine Aufmerksamkeit buhle und hoffe, dass er mich zur Kenntniss nimmt und ihm stolz erzähle, dass ich eine 2 geschrieben habe, kommt nur der abfällige Ausdruck, warum es denn keine 1 sei.

Dann in den darauffolgenden Jahren verlor ich bis heute so viele geliebte Menschen an Gott und immer noch, kann ich all das was schnell aufeinander folgte, nicht verarbeiten auch wenn ich beim Psychater war. Es half nicht. Gar nichts...

Letztes Jahr dann glaubte ich mein Glück gefunden zu haben, nur ich hatte es nicht gefunden, sondern meinen endgültigen innerlichen Tod. Mein damahliger Freund machte mit mir Schluss, da er Angst vor seinen Gefühlen für mich hatte und fand das er es nicht wert sei mit mir zusammen zu sein, denn ich sei viel zu wertvoll. Er war die Liebe meines Lebens. So glaubte ich das zumindest. Mein Herz lag nun vollkommen in Splittern oder als Glassstaub vor mir.

Über den Winter hinweg versuchte ich mich umzubringen, aber die Versuche funktionierten nicht. Ich nahm immer mehr ab, was zur Beunruhigung führte, aber ich meinte immer nur, dass doch nichts sei und ich doch ganz normal essen würde. Dabei as ich meistens am Tag nur ein bisschen zu Abend und sonst gar nichts und vielleicht dann höchstens ein Glas Wasser. Mehr nahm ich nicht zu mir. Was dann zu einer hohen Abnahme bis ins Untergewicht führte. Jedoch entwickelten sich nicht meine Muskel zurück, so dass ich die ganze Zeit dachte, dass alles in Ordnung sei. Nur bekanntlich ist Fett leichter als Muskeln und von Muskeln habe ich genug, sodass ich heute sagen kann, dass das an einer schweren magersucht grenzte. Mein Untergewicht war nicht so groß, was aber an der Muskelmasse lag, da sie etwas Gewicht auf die Waage brachten.

In der Zeit lernte ich jemanden kennen zu respektieren und gern zu haben. Diesen Menschen möchte ich nicht mehr loslassen und aus meinem Leben verschwinden lassen, denn dazu ist er mir zu wichtig. Er zog mich unbewusst aus meinem Sog der Depressionen und des Unmuts. Er gab mir wieder etwas Lebensfreude, welche ich benutzte und gleich meine mittlerweile taillenlangen Haare abschneiden lies.

Dies war ein Neuanfang für mich. Ich nutzte das und baute und baue mir darauf ein neues Leben auf. Ich werde selbstbewusster und nicht mehr so labil und ich beuge mich niemanden mehr. Mittlerweile kann ich auch wieder Gefühle zulassen, aber das bereue ich seit gestern wieder, da sie mir wieder verletzt wurden. Und das schmerzt. Jedoch muss ich ja irgendwie weiterleben.

Vielleicht gibt es da draußen irgendwo die Leben meines Lebens und sie weiß davon noch gar nichts, oder ich werde nie eine Liebe des Lebens haben und somit sowas nie erfahren. Aber ich weiß nicht, was mir die Zukunft bereithält und somit werde ich jeden Tag leben, wie er ist und es auch genießen, denn es wird nie wieder so sein wie jetzt. Schließlich kann mir was passieren oder jemand anderem, den ich liebe. Daher lasse ich alles auf mich zukommen und daraus den Sinn des Lebens finden.

Kate


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